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Expertenstudie empfiehlt stärkere Reststoff-Nutzung zur Energieerzeugung
ganzer Artikel13.09.2010 09:05
Neue Methan-Messungen aus dem All
In einer gemeinsamen Mission mit der französischen Raumfahrt-Agentur CNES baut und entwickelt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) einen Mess-Sateliten, um ab 2014 mehr und genauer Methan-Emissionen auf die Spur zu kommen. Die Ergebnisse aus dieser Klima-Mission mit dem Namen „Merlin“ sollen in einer Weltkarte für Methankonzentrationen zusammengefasst werden.
Die klimaschädliche Wirkung von Methan ist 21- bis 25-mal stärker als die von CO2. Seit vorindustrieller Zeit hat sich der Methanvorkommen in der Atmosphäre mehr als verdoppelt, der Zuwachs an CO2 lag in diesem Zeitraum „nur“ bei 30 Prozent. Rund 70 Prozent der globalen Methanemissionen werden durch den Menschen verursacht, unter anderem auf Müll-Deponien oder bei der Energieerzeugung. Das bisherige Datenmaterial erlaubt jedoch keine Aussagen darüber, welche Quelle wie viel Methan ausstößt. Das soll sich nun mit der Laser-Radar-Messung „Lidar“ ändern. Die Merlin-Mission kostet 120 Millionen Euro.
