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09.07.2010 11:38

BEKON betritt französischen Biogasmarkt

Fast zeitgleich startet der bayrische Biogasanlagenbauer BEKON Holding AG mit zwei Projekten jetzt auch in Frankreich. In Kooperation mit der französischen Veolia-Gruppe, Weltmarktführer für Umweltdienstleistungen, errichtet der Biogasanlagenbauer Bekon aus Unterföhring eine Trockenfermentationsanlage im nordfranzösischen Department Oise. Die zweite Anlage entsteht in Kooperation mit dem drittgrößten französischen Entsorgungsunternehmen Séché Environnement bei Straßburg.

 

In der Anlage im Department Oise mit dem von BEKON entwickelten Batch-Verfahren sollen jährlich 20.000 Tonnen organischer Fraktion aus Restmüll für die Energiegewinnung von 625 Kilowatt Strom genutzt werden. Das Investitionsvolumen beträgt rund 4,5 Millionen Euro. Auftraggeber ist SYMOVE (Syndicat Mixte Oise Verte), das die Abfälle von rund 250.000 Einwohnern der Region entsorgt. Die Betriebsdauer der Anlage ist auf wenigstens 20 Jahre angelegt. Die Anlage ist Teil eines umfassenden Abfallentsorgungskonzeptes, das unter Führung der lokalen Veolia-Tochtergesellschaft Valnor steht.

 

Auch die Anlage bei Straßburg ist in ein gesamtes Entsorgungskonzept integriert. Bekon wird dort jährlich 30.000 Tonnen organischer Abfälle zur Biogasproduktion nutzen und dabei rund ein Megawatt Strom im Jahr erzeugen. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 7,5 Millionen Euro.

 

Nach dem Markteintritt in Italien im vergangenen Jahr und in der Schweiz im März diesen Jahres sieht BEKON-Vorstandsvorsitzender Peter Lutz seine Technologie weiter auf dem Vormarsch: „Für Kommunen hat die Trockenfermentation im Batch-Verfahren im Vergleich mit der Müll-Deponierung oder der Nassvergärung erhebliche Kostenvorteile. Daher erhalten wir aus der ganzen Welt Anfragen, nicht nur aus den europäischen Ländern.“ Frankreich, das gegenüber der Biogasgewinnung als ganz besonders offen gilt, ist für Bekon dabei ein besonders wichtiger Zielmarkt.

 

Von strategischer Bedeutung ist auch die Zusammenarbeit mit Veolia. Neben dem Referenzprojekt in Nordfrankreich erwartet BEKON noch in diesem Jahr den Abschluss weiterer Verträge. Lutz: „Für einen intelligenten Energiemix und ökologischen Gesamtkonzepten von Ländern und Gemeinden können wir mit unserer Technologie einen wichtigen Baustein liefern.“

 

Denn neben der hohen Effektivität bei der Stromerzeugung und der kostengünstigen Betriebsführung hat die Bekon-Technologie weitere Vorteile. So dringen während des Vergärungsprozesses keine Gerüche in die Außenwelt. Auch sind potentielle Unfallrisiken erheblich minimiert. Der ökologische Wert des Verfahrens besteht darin, dass sämtliche organische Abfälle in einem geschlossenen Öko-Kreislauf vollständig verarbeitet werden. Es bleiben keine Reststoffe zurück, das klimaschädliche Methangas ist dem Abfall entzogen.

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