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08.03.2010 12:00

BEKON steigt in Schweizer Biogasmarkt ein

Unterföhring, 08. März 2010. Mit einem Investitionsvolumen von sieben Millionen Franken für den Umbau einer Nassvergärungs- in eine Trockenfermentationsanlage ist der Biogasanlagenbauer BEKON Holding AG aus Unterföhring bei München in den Schweizer Biogas-Markt eingetreten. Die Anlage mit dem Namen Allmig produziert rund 3,5 Millionen Kilowattstunden Strom, ausreichend für etwa 1.000 Haushalte. Standort ist Blickendorf bei Zug im Kanton Zug. Die Bauzeit betrug neun Monate.

Der Grund für den Umbau lag in erster Linie in der Wirtschaftlichkeit des BEKON- Verfahrens. Mit einer Kapazitätserhöhung von 20.000 auf 25.000 Tonnen organischen Abfalls produziert die neue Anlage nun eine um das Fünffache höhere Strommenge. Auch während der Bewirtschaftungsphase ist das BEKON- Verfahren weit kostengünstiger als die herkömmliche Nassvergärung, da es weniger störanfällig und wartungsärmer ist. Im Ergebnis kann die regionale Abfallentsorgungsgesellschaft die Annahmegebühr für organische Abfälle um 20 Prozent senken.

„Mit der neuen Anlage ist uns ein Quantensprung in der sinnvollen Nutzung von biogenen Abfällen und der Produktion von Bio-Strom gelungen“ so Allmig- Abteilungsleiter Thomas Meierhans.

“Für die Unternehmensentwicklung von BEKON ist der Eintritt in den Schweizer Markt von strategischer Bedeutung“, so BEKON-Chef Peter Lutz, „denn nun können wir auch in diesem Teilmarkt vor Ort den Nachweis für die Überlegenheit unserer Technologie antreten.“

Neben der hohen Effektivität bei der Stromerzeugung und der kostengünstigen Betriebsführung hat die BEKON-Technologie weitere Vorteile. So dringen während des Vergärungsprozesses keine Gerüche in die Außenwelt. Auch sind potentielle Unfallrisiken erheblich minimiert. Der ökologische Wert des Verfahrens besteht darin, dass sämtliche organische Abfälle in einem geschlossenen Öko-Kreislauf vollständig verarbeitet werden. Es bleiben keine Reststoffe zurück.

Mittlerweile arbeitet BEKON bereits an einem neuen Projekt in der Schweiz: In Thun entsteht eine Biogasanlage mit einer jährlichen Durchsatzkapazität von 20.000 Tonnen Bioabfällen aus der Region um Thun.

Über die BEKON Holding AG: Die 1992 gegründete BEKON Unternehmensgruppe mit Sitz in Unterföhring bei München ist international im Bau von Biogasanlagen zur Stromherstellung tätig, die sie zum Teil auch selbst betreibt. Wesentliches Merkmal der BEKON-Biogasanlagen ist das patentierte Trockenfermentierungsverfahren. Daneben liefert die Gruppe sämtliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit Lärmschutz und Bautenakkustik. Die Gesellschaften der Gruppe sind unter der BEKON Holding AG zusammengefasst. Der Vorstand der Holding besteht aus Firmengründer Peter Lutz (Vorsitzender) sowie Jürgen Wollny (Finanzen und Marketing), Dipl. Ing. Stefan Krämer (Technik und Anlagenbau).

Die BEKON-Technologie für Biogasanlagen mittels der Trockenfermentierung bietet preisgünstige, maßgeschneiderte und attraktive Alternativ-Lösungen der Abfall-Verwertung. Eine weitere Produktschiene (Rundfermenter) richtet sich an landwirtschaftliche Betriebe. Die Anlagen zeichnen sich durch vergleichsweise niedrige Investitions- und Wartungskosten sowie durch die Produktion von hochwertigem Gas aus. Dadurch leistet das BEKON-Verfahren einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz, indem es preisgünstig Deponiekosten verringert, das sehr gefährliche Treibhausgas Methan reduziert und dabei saubere Energie erzeugt. Als Nebenprodukte entstehen Kompost oder Brennstoffe.

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